Jahrhundert, l. Capitel. 7
len Jnfantinn Tochter Philips des 11/ misvergnügt war/ ei-nen Tractat geschlossen. Der König versprach dem HerzogMayland/ welcher sich dagegen anheischig machte/ dieEroberung desselben/ durch die Abtrettung des ganzenTheils voll Savoyen jenseits der Alpen / zu bezahlen.Der Prinz von Piemont sollte die älteste Prinzeßinn desKönigs heirathen. Der kluge Monarch hatte sich gleich-falls des Herzogs von Lothringen versichert/ eines ebenso gefährlichen Nachbars für dm Kaiser/ als der Herzogvon Savoyen für den Besitzer von Mayland. Er hattedessen älteste Tochter/die man damals für die Erbinn derHerzogthümer Lothringen und Bar erkannte/ c) zurückebehalten / um sie dem Dauphin zu vermählen. Er hattezwo starke Armeen auf den Beinen/ auch vortrefflicheGenerals/ sie anzuführen; und seine Leidenschaft für die von^ seinem Hof entführte/ und von ihrem Gemahl zu Brüsselgelassene Prinzeßinn von Conde/veranlaßte ihN/sich andreSpitze der dritten zu stellen/ um die Niederlande zu er-obern.
Der Herzog von Eleve hatte vier Schwestern gehabt/davon die älteste Maria Eleonora / Gemahlinn AlbrechtFriederichs/ Herzogs von Preussen/ eine Tochter/ Anna/hinterlassen hatte / die an den Churfürsten von Branden-burg Johann Sigismund vermahlt war. Die zweyte /Anna/ Geinahlinn Philip Ludwigs / Pfalzgrafens zu Neu-burg / hatte von demselben einen Sohn Wolfgang Wil-helm. "Die dritte Magdalena / hatte von ihrem Gemahldem Herzog Johann dem ältern von Zweybrücken eben sowenig Kinder i) / als die vierte Schwester Sibylla/ Ge-mahlinn Carls/ des Marggrafen von Burgau/ Enkels Kai-
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-) Man hat hernach Lothringen für ein sa'ischcS Landansehen wollen.
CasimirS gedenken; weil der- rigen genealogischen Tabellenselbige in denen, rum jülichi- mit ftiner Nachkommenschaftsehen Succeßionöstrcit gehv- augesetzet ist.