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StaatSgeschichte von einem
ihm zusammengebrachten z6 Millionen wohl anzuwendenwaren. Weil er bey seinem grossen Geist ein gutes Herzhatte/so muste seinEhrgeitz mit Menschenliebe verknüpfetseyn. Daher schlug er dem König Heinrich vor/ sich alsden Verbesseret des politischen Zustandes von Europa aus-zuwerfen / -) und eine Republik von allen unumschränktenRegenten anzuordnen/welche sich/ durch/ von ihnen zuwählende / Abgeordnete auf einer immerwährenden Ver-sammlung verwetten lassen / und als die höchste Obrigkeitdiejenigen Zwistigkeiten entscheiden sollten / deren Ent-scheidung gemeiniglich denen Waffen überlassen ist.Heinrich erkannte ohne Zweifel das ausschweifende in die-sem Entwurf. Unterdessen da die Erniedrigung des Hau-ses Oesterreich das erste war/ was zur Ausführung dieserHauptveränderung unternommen werden sollte; so stelltesich der König/ als ob ihm die auf leerer Einbildung ru-hende Begriffe des Sulli eingiengen/ um denselben an-zufrischen/die Zubereitungen fortzusetzen. Der Monarchhatte allezeit gelegne Zeit/ seinem Minister seine wahrenGesinnungen zu erklären.
, §. 2. Beschaffenheit des clevischen Erbftreits.
Indem Heinrich fast alles zu seWen Absichten an-»809 geordnet hatte/ gab ihm der Todesfall des Herzogs vonEleve/ Bergen und JüÜch einen Vorwand an die Hand/sich heraus zu lassen. Seine Maasregeln waren zu einemstarken Einfall in Italien genommen / um dem österrei-chischen Hause daselbst auch zu thun zu schaffen. Er hattemit dem Herzog von Savoyen Carl Emanuel/ welcherwegen der Mitgifft seiner Gemahlinn Eatharina/der zwey-ten
S) S. lVIem. cle 8nll! 1 . äera.
i) Hier hat der Verfasser ist. Ich will von den vieleneinen genealogischen Fehler Kindern Johannis und Mag»begangen, indeme dieses Ehe- dalenens hier nur des impaar sehr fruchtbar gewesen Jahr 1589 gebohrnen Johann
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