zy6 Staatsgefchichte von einem
spanische Flandern eröffneten, als Dünkirchen. Damalsgeschahe es, daß der Minister mit seiner Schalung her-vortrat, und sein erstes Erbot that..
Als die Unruhen zu Paris den Cardinal Mazarinin den Nothstand sehten, die Vertheidigung der Gränzendes Königreichs zu vernachlaßigen, so liest Eromwel, wel-cher sahe, daß Frankreich auf dein Punkte stünde, Dün-kirchen r), dessen Eroberung es dem Prinzen von Eondezu danken hatte, zu verlieren, dem Grafen von Estrades,der darinnen commandirte, Vorschlage, wegen dessenUeberlassung mit ihm zu handeln , thun; und er böte da-für 2 französische Millionen oder i 32,222 Pfund Ster-ling. Er machte sich über dieses anheischig, der Regie-rung mit einer Flotte von 52 Schiffen, und einem CorpaLandtruppen von 15002 Mann beyzubringen k), devKrone Spanien aber den Krieg anzukündigen.. DieserHandel schien dem Cardinal Vortheilhaft; und er würdeabgeschlossen worden seyn, wann der Siegelverwahrer,Chateauneuf, in dem Staatsrache keine triftigen Einwürfegemacht hätten Der Graf von Estrades arbeitete nachdiesem Plan. Da er auf eine geschickte Art das Aner-bieten der Flotte, der Landtruppen, und der Kriegsan-kündigung, welches lauter Punkte zu damaliger Zeit wa-ren , die unendlich mehr sagen wollten als die angeboteneGeldsumme, verschwiege; so gab er als den höchften-Werth für Dünkirchen die Summe an,welche ihmCrom-wel dafür zugedacht hatte; und nachdem er den Nutzen,welchen der Protektor sich von diesem Platz, in dem schondamals beschlossenen Krieg wider die Holländer, zu habenversprochen, ungemein zu erheben wüste, so erschreckteer, so zu sagen, den König, den Herzog von Pork undden Canzler, als er folgenden Schluß machte, daß, daDünkirchen bey weiten nicht so beträchlich für Ludwig denXIV wäre, als dasselbe für den Cromwel zu damaligerZeit würde gewesen seyn, so wär es von Seiten dieses
Köyi-
') NkM, ü' Lstrrcj. P, l. p. 94. H.Cben daselbst x>. §s.