Jahrhundert, XI. Capitel. 4 r 5
Herzog von Patina Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen/ soglaubten sie eben soviel Vorcheil als er davon zu haben,wann sie sein Ansehen beförderten. Der Kaiser/ und derteutsche Staatskörper/ die lange Zeit in der Unentschlos-senheit stacken / wurden endlich durch einen Beystand von6OOO Mann Franzosen wider die Türken / zur Erkennt-lichkeit veranlasset. Die / durch Geschenke und Verspre-chungen gewonnenen / Schweißer erneuerten ihren Bund.Der Herzog von Lothringen / der durch eine Menge un-tauglicher Unternehmungen hingerissen war/ war demTadel von ganz Europa ausgesetzt/ und schiene den Für-sten des Reichs kaum mitleidenswürdig. Der Churfürstvon Brandenburg / und die neuburgijchen Prinzen wur-den/ bey ihrer Nothwendigkeit sich nach dem Bezeigendervereinigten Provinzen zu richten/ in die Verwirrung undSorgen mit verwickelt / worein Lyonne und, Estrades dieRepublikaner gezogen hatten. Der / von seinem Bruderund Canzler verkaufte König von Engelland / wurde vondem französischen Hofe an seine ersten Anheischigmachun-gen vest gebunden / bald durch Drohungen / bald durchGefälligkeit / und allezeit durch die Geschicklichkeit/ womitdas französische Ministerium sich entweder seiner Leiden-schaft/ die ihn belebte/ oder der Umstände/ darinnen er sichbefände / zu bedienen wüste. Carl der II und der grossePensionarius von Holland / Johann van Witt, die alleinedas allgemeine Gleichgewicht erhalten oder wieder herstel-len konnten/ wurden dahin geführet/ ohne es fast gewahrzu werden / selbsten die Werkzeuge zu ihrem Verderbenzu seyn.
§. z. Frankreichs Politik gegen Engelland.
Carl der U haßte die Holländer. Die ihm zu Eh-ren angestellten Freudenfeste gleich bey seiner Zurückbe-ruffung zur Krone/ machten keineswegs/ daß er ihnenihre schmeichlende Begegnung und bezeugte Achtung ge-gen den Cromwel/ ihre Härte gegen seine Bruder, noch
ihre