Jahrhundert, XI. Capitel. 425
Nachdruck geführet hatten, hatte ihnen genugsam bewie-sen/ daß Engellanv eifersüchtig über ihren Reichthum/ unddie einzige Macht auch seye/ die im Stande wäre ihnendie Quellen zu verstopfen. Es war auch keine Hoffnungvorhanden/ daß dieselbe jemals verlöschen werde: nochviel weniger/ daß mit Gewalt dagegen etwas zu richten,oder durch gütliche Auskunstsmittel dieselbe zu tilgen wä-re. Es war diese Eifersucht / gleichsam als das Schoos-kind unter den Leidenschaften von der ganzen Nation an-genommen , und welcher die Könige früh oder spat nach-zuhangen gezwungen seyn würden/ es möchte auch dieselbeihrer besondern Neigung noch so sehr zuwider fallen.Der Pensionarius van Witt fand in diesem Stücke keineandere Sicherheit für die Republik, als in der Fortdauerder Staatsverwirrungen in Engelland/ allwo der Tod desCromwels / dessen Genie die ganze Starke der neuen Re-gierung ausgemacht hatte / die Partheyen ihren Trennun-gen überlassen / und die Nation dadurch in ein Unvermö-gen versetzte / ihre Absichten auf die auswärtigen Angele-genheiten wieder vor die Hand zu nehmen/ oder weiter zuverfolgen 2). Er lud die Parlementsanhänger ein / sichgenauer mit den sieben vereinigten Provinzen zu verbin-den ; und in dem Augenblick selbst der Wiederherstellungder Monarchie, glaubte er die Generalstaaten in der Ge-fahr eines nahen Krieges zur See zu sehen/ und in dieNothwendigkeit versetzt zu seyn / sich durch Bündnisse miteinigen Kronen stärker zu machen. Gleich im MonatOktober des Jahrs 1660 beschloß die Republik Gesand-schasten nach Frankreich und Spanien zu schicken. Diegesunde Staatsklugheit ließ kaum zu/ zwischen Ludwigden XIV und Philip den IV zu wanken und zu wählen.So war auch die dießfallö bezeugte Unentschlossenheit mehreine Wirkung der Furcht / als der Klugheit. Man be-fürchtete die Ansprüche auf die zehen Provinzen, welcheder Cardinal Mazarin / weiter zu verbergen / verachtete;und da der junge König noch nicht zu erkennen gegeben
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