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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
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Jahrhundert, XI. Capitel. 4ZS

zu führen, und er wurde hingegen von demselben betrogen,ohne sich rächen zu können.

§. 6. Auf was Art das französische Ministerium.

den Vertheidigungskraktat erfüllet.

Seitdeme man den Entwurf von der Freystellung(du Cantonnement) der zehen Provinzen des van Wittstzenvorfen hatte, so zog derselbe gegen den Estrades ein.Unter dem Vorwande sich von der Billigkeit der Ansprü-che Ludwig des XIV auf die Niederlande recht zu überzeu-gen , hatte er von dem französischen Minister die Grün-de herausgelocket, worauf sein Hof seine Rechte stützte.Die Erläuterungen, welche diese Conferenzen ihn zu for-dern berechtigt hatten, gaben ihm Gelegenheit, die Absich-ten des Monarchen zu ergründen. Als überzeuget, daßer von demselben aus keiner andern Ursache, als weil manihn für geneigt ansähe in die Absichten einzuschlagen, be-schuht wäre, und daß ihm diese Protektion alsobald wür-de entzogen werden, wann er denselben entgegen zu ar-beiten sich gefaßt zeigen würde; nicht weniger auch, alsbey sich versichert, daß die Erfüllung der französischen An-schläge den Untergang der Republik, die er nicht zu verra-then gedachte, nach sich ziehen würde; ergriff er herzhaftseinen Theil, welcher dahin zielte, den Krieg lebhaft fort-zuführen, der sich durch die Aussöhnung der Krone En-gelland mit der Republik endigen, und die Mächte unver-merkt dahin leiten sollte, eine Verbindung wider Frank-reich, auf die Zeit des Ausbruchs seiner Anschläge, aus-zubrüten /). Er verschlug den Kaiser keinesweges mitseinem, den Staaten gethanenen, Vorschlag, von einerZertheilung der zehen Provinzen. Er gab seinen Bey-fall zu der Zulassung des Churfürsten von Brandenburgin den rheinischen Bund. Er gab so gar dem Bischofvon Münster, der sich als einen Vermittler einer Allianzmit verschiedenen Fürsten des Reichs auswarf, geneigtes

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t) Daderl. Hist. Th. XIII.