Jahrhundert, XI Capitel. 444
oder das andere zu erhalten. Deswegen begnügte er sichdie Garantie über den Theil der Niederlande zu verlan-gen/ den er im Namen der Königinn in Anspruch nahm.Nachdem der Pensionarius den Vorschlag schlechterdingsverworfen / indem er erklärte / daß er niemals in einenneuen Traktat willigen würde / der die Barriere verletzenwürde: so war weiter nichts als der geringe glückliche Fort-gang der Flotte der Republik / was den König Ludwigden XIV abhielte / sich so gleich auf die Seite Carls zuschlagen m). Er befürchtete der Krone Engelland einegar zu grosse Ueberlegenheit zu verschaffen; und er nahmseine freundschaftlichen Bemühungen für den Frieden wie-der vor die Hand/ in der beständigen Hoffnung/ daß einzustoßendes Unglück den Pensionarius doch noch biegsa-mer machen werde, jyonne vereitelte das Anhalten desvan Deuningen durch zweydeutige Antworten/ die erzweyfchneidige Messer nannte; Estrades hatte Be-fehl die Ursachen zu klagen / welche die Staaten dem Kö-nige gaben/ zu verbergen/ damit er dieselben nicht anderGewogenheit seiner Majestät verzweiflend machen möch-te: die Ambassadeurs zu London entwarfen Plane zur Frie-denshandlung / die sie unter Drohungen vorlegten. Sieboten die Vermittelung ihres Herrn an/ der aufrichtigverlangte zum Schiedsrichter erkohren zu werden. Un-terdessen konnte man nichts hinlänglichers den Klagen desPensionarius und der Provinzen entgegen setzen / als dieGefahr von einer ausdrücklichen Erklärung wider Engel-land. Um den erstem zu überzeugen / daß diese Furchtnicht aus Mangel der Gewogenheit herrühre/ so erbötesich Ludwig seine Neutralität öffentlich kund zu machen.Der / bey seinem Wort ergriffene Monarch/zog sich ausder Verlegenheit / indem er wegen der heimlichen Hülfs-leiftungen/ die man an ihm zur Vergeltung forderte / al-lerhand Verdrehungen und Ausflüchte zu finden wüste.Er verdoppelte mit desto grösserm Eifer sein Anhalten we,gen eines zu stiftenden Vergleiches / als er wüste / daß
Carl,
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