44» Staatsgefchichte von einem
«ine grosse Anzahl Versprecher versprach, so erklärte sichjyonne dahin gegen den van Beuningen, daß, sobald dieStaaten im Krieg, nach dem, in der Allianz bestimmten,Falle, begriffen seyn würden, seine Majestät ihnen mitallem Eifer die ausgemachte Hülfe leisten würde. DerHof zu London machte eine Auslegung dieser Antwort, in-dem er den Vorwurf und die Beschaffenheit seiner Feind-seligkeiten kund machte. Wie nun derselbe vorgab, daßder Streit nichts anders als eine Handlungsftreitigkeitzwischen zweyen Gesellschaften von Handelsleuten seye,welche sich um den Besitz einiger vester Plätze in Afrikaherumschlügen, so sollte van Beuningen selbst entscheiden,ob der Artikel der Allianz, der die Vertheidigung nurauf Europa einschränke, dem Könige Ludwig nicht dieNeutralität zu halten erlaube. Um diese Ausflucht zuverstellen, gieng eine außerordentliche Gesandtschaft vonFrankreich nach Engelland; und der Graf von Estradeshatte Befehl mit dem grossen Aufheben für den Friedenzu arbeiten, während daß Ludwig der XIV dem englischenAmbassadeur ankündigte, wie er, im Fall es zum Kriegkommen sollte, öffentlich die Republik unterstützen würde.Estrades kam seinen Vorschriften bey den Deputieren derStaaten nach. Aber da er mit dem Pensionarius zuunterhandeln hatte, gab er demselben als das einzkgeMit-tel dem Kriege vorzukommen an, daß man sich mit größ-ter Eilfertigkeit in den Stand setze, selbigen mit Nach-druck zu führen. Van Witt wurde dessen überredet: dieFlotte lief aus, und stieß gar bald auf die englische. Dafiel nun ein wichtiges Seetreffen vor, welches grosse Fol-gen gehabt hatte, wann der Herzog von Pork seinen Vor-theil verfolget hatte.
WMNun glaubte der französische Staatsrath wäre dieR publik tief genug verwickelt; und da dieselbe der HülfeL 'dürftig war, legte er seine Bedingnisse vor. Er wür-de die Abtrettung oder den Verkauf von Mastricht be-gehret haben, wann er es für möglich geschähet, eines