Jahrhundert, XIV. Capitel. 509
Dürftigkeit; seine Handelschast sollte sich nach dem Eben-mass vermehren; und da diese Quelle, wann sie auchganz in Engellands Handen gewesen wäre, doch kaum er-giebig genug für daßelbe gewesen seyn würde, so beneidetees andere Mächte um den Theil, den sie davon ableiteten;es muste das Verlangen entstehen, ihnen ihren Antheilabzunehmen.
Die Republik der vereinigten Provinzen, welche nichtnur ihre Größe, sondern so gar ihre Existenz, ihr Da-seyn , von der Schiffarth und Handlung hat, sahe sodannihre Gefahr sich mit der Macht Engellands vermehren.Die Wahl, so ihr Eromwel andeuten ließ, zu sagen, obsieden Krieg, oder sich in einen Staat, mit Engelland,verwandeln wollte, entdeckte ihr die neue Staatsabsicht,nach welcher künftig sich die Staatsklugheit ihrer mächti-gen Nachbarn richten sollte. Da sich die Republik noth-gedrungen sahe, die Nebenbuhlerinn ihrer ehemaligen Be-schützer zu werden, so hatte sie zu erkennen, daß diesel-ben , als Feinde oder Bundesgenossen, in der Nothwen-digkeit stunden, entweder sich ihre Ausbeute durch die Ge-walt der Waffen zuzueignen, oder in die Theilnehmungan ihren Gütern, der Allianz zu Gunsten, einzustimmen.Es war kein Mittelweg für die Republik übrig zwischendem Zuschlagen und Dienen: es war nichts zu thun, alsum das Commercium zu streiten, oder die Früchte davonabzuwetten: die Engelländer zu bekriegen, oder mit ih-new alle Gefährlichkeiten und verschwenderischen Ausga-beM die ihnen zu machen einfallen würden, zu theilen:ihrer Seits aber, woferne die Grundmarimen der Köni-ginn Elisabeth nicht wieder hervorgesucht werden sollten,konnten die Könige von Engelland in nichts anders, alsin einer tyrannischen oder betrügerischen Allianz, den hin-reichenden Ersatz eines Krieges mit der Republik, finden.
Carl der H war nicht fürchterlich genug, daß er dieStaaten hätte bewegen können, ihme dasjenige einzuräu-men,