Jahrhundert/ XlV. Capitel. 517
davon Unterricht erhalten hatte/ daß sie just zu einemganz entgegen gesetzten Gebrauch sollten verwendet wer-den. Aber das Blendwerk bestätigte sich durch die An-kunft und den Aufenthalt des Prinzen von Oranien zuLondon. Das/ allezeit eben so schlecht unterrichtete/ Volkvon Engelland/ als wenig es neugierig ist/ sich nach dem/was ausser ihrer Insel vorgehet / zu erkundigen / wurdedurch die Versicherungen des Königs / und durch den Ei-fer/ mit welchem die französischen Minister sich anstelltendie Mediation desselben zu suchen / betrogen. Das Par-lement wurde bestürzt über die Reist/ die Ludwig der XsVan seinen Gränzen mit einem Gefolge von vierzig tausendMann vornahm. Es befürchtete seiner Verbindlichkeitgegen die Tripleallianz zu verfehlen / wann es langer mitden Subsidien zurück hielte; und es seye nun / daß dieCabale daßelbe bestochen/ oder daß sie nur gewust habe,daßelbe in seinem Irrthum zu erhalten / genug / es ver-stünde sich zu zwo Millionen und einer halben/ welcheSumme die Minister noch mit 1500,022 andern Pfun-den Sterlingen vermehrten / indem sie dem Könige denRath gaben die königliche Kammer 80) zu verschließen.Diese letztere Unternehmung/ wodurch die/ den Gläubi-gern angewiesene/ Mittel/ davon sie die Abführung ih-rer/ auf die Revenüen des Königs gethanenen, Vorschüsseerhalten sollten / in die Kisten des Königs geleitet wur-dest/ brachte den Monarchen auf immer um das Vertrauenbey seinen Unterthanen, und um seinen Credit im Kö-nigreich.
Z. 5. Französische Unterhandlungen im Reiche.
Der französische Hof hatte bey der Tripleallianz viel-weniger die drey Machten, die solche errichtet, in Betrach-
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strömen, die zur ordentlichen auch alle Ausgaben, so derUnterhaltung des KönigS und Staat erfordert, auf Befehldes Staats perwilliget wer- des Königs genommen wer»den. Daraus sollen aber den.