§26 SLaatsgeschichte von einem
Provinz Seeland wollte verdienen, daß Carl die Verord-nung des Cromwels />), welche den Schiffen der Auslän-der die englischen Häfen Verbote, aufheben sollte. Sieunterstützte das Anhalten der königlichen Prmzeßinn, inder Versammlung der Generalstaaren : ihre Deputirtenbrachten so gar in Vorschlag, die Statthalterschaft zumBesten des Prinzen wieder zu erneuern. Der Pensio-narius sahe vier Provinzen den Vorschlag Seelands alsden ihrigen anzunehmen; und er befürchtete, diese erstenBewegungen in ein Feuer zu bringen, wann er öffentli-chen Widerstand thäte. An statt die alten Beschwehrdenund Klagen wider die Statthalterhaft, und den verstor-benen Prinzen, der der Gewalt dieser Würde misbrau-chet hatte, wieder aufzukochen, ließ er sich weitläuftigheraus und redete von den grossen Eigenschaften, so dieseWürde an ihrem Besitzer erfordere; und indem er demPrinzen nichts, als seine noch zu grosse Jugend entgegensetzte, schloß er endlich, er müste wenigstens so lange nochin Gedult stehen, bis er sein achtzehendes Jahr würdeerreichet haben. Die Provinzen vereinigten sich wieder,und alle Deputirten gaben einer so bescheidenen Meinungihren Beyfall; und die Prmzeßinn Mutter verlohr durchdie weit hinaus gestellten Hoffnungen, womit man sie zutrösten vorgab, die Freyhrit, künftig wegen der Beförde-rung ihres Prinzen Ansuchungen zu thun. Sie glaubte,daß sie einigen Vortheil von dieser anscheinenden Huldziehen könnte, wann sie an den Staaten von Holland be-gehrte, daß sie die Auferziehung des jungen Prinzen übersich nehmen sollten. Aber der Pensionarius, welcher diemöglichen Folgen von dieser Art einer an Kindesstatt An-nehmung übersähe, machte, daß die Bitte versaget wur-de. Er merkte wahrscheinlich bey dieser letztem Intrigue,daß seine Gehässigkeit wider den Prinzen ihm Schadenan der Gewogenheit des Volkes brächte; dann es warnichts, ausser der Furcht vor einem nahen Mlßcredit, soim Stande hätte seyn können, ihn zu veranlassen, einen
Schritt
/>) Vaderl.Hist. l'.XIll.