Jahrhundert/ XV. Capitel. 5 z r
welcher er sich keiner Gnade zu gewärtigen hatte/ so brach-te er in Vorschlag / einen fremden General zum Befehls-haber über die Armee zu berufen. Der grosse Ruhmdes Vicomte von Turenne / den er vorschlug / that demlauten Unwillen dagegen Einhalt. Die ftatthalterisch Ge-sinnten/ die es für ein grosses Glück zu achten hatten, die-sen Streich ausgenommen zu haben / unterstunden sichnicht das gehaßige davon auf ihren Feind zu werfen/ undnachdeme Johann Moritz in seiner Würde bestättigetwacworden / beklagten sie sich kaum darüber / daß der jungePrinz, ohne Würde beym Kriegsstaat / verblieb. Alsder König von Engelland zu erkennen gegeben hatte/ dasiblos der Widerwille den ersten Schritt dazu zu thun, ihnabhalte vom Frieden zu spreche»/ so beschlossen die Staa-ten eine ansserordentliche Gesandtschaft an ihn abzusen-den; und der Vorschlag/ den die Provinz Oberyssel that/derselben den jungen Prinzen als das Haupt mit zu geben,wurde von den übrigen Provinzen beliebet. Aber der,von dem Estradrs unterstützte / Pensionarius, machte die-sen Vorschlag fruchtlos. Nach dem unglücklichen Vor-fall bey Chattam, behandelte Carl den Frieden, und schloßihn wirklich, ohne etwas in die Friedensartikel, so dieinnerliche Regierungsverfassung der Republik angieng,einzuschalten.
tz. 2. Beständiges Edikt. Triumph der republi-kanischen Parthey. Vorspiele von ihrem Fall undder Erhebung des Prinzen von Oralsten.
Wann es wahrhaftig an dem wäre, daß der KönigCarl, indem er die Tripleallkanz der Republik vorgeschla-gen, sich als sicher vorgestellet hatte, Frankreich widerdie Staaten aufzubringen, und dasselbe dahin zu vermö-gen , dem Antheil, so es an dem Interesse des Pensiona-rius und seines Anhanges nahm, zu entsagen; so würdeseine Staatöklugh'eit um so viel mehr zu'Ibewundemseyn, da ^dieselbe durch den Erfolg wäre gerechtfertiget
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