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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
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Jahrhundert, XVI. Capitel. 595

Hung des Kriegs verschaffen würde: jedoch Hoffete er/ erwürde/ wenn er nach Engelland gierige / so glücklich seyn/Carln zu überreden / daß er von Ludwig dem XlV ablassensollte. Er reifte im Monat Oktober ab ,n), und ver-sprach dem Ritter Temple / ihm die Erlaubnis zuwege zubringen / daß er bald nach London zu ihm kommen dürfte /und ließ Beverninz zu Nimwegen/ mit dem Befehl/ dieGesellschaft mit unnöthigen Zankereyen über einen Com-mercientraktat aufzuhalten »). Er erhielte / durch dieGeschicklichkeit des Grafen von Danby / Grosschahmei-sters/ die Prinzeßinn; und der Ritter Temple begab sichzu diesem Herrn / um Carln die Begriffe dieses Prinzenin Absicht auf den Krieg einzureden ; und der schwacheKönig versprach dasjenige/ was er veft entschlossen war/nicht zu halten. Nachdem man übereingekommen / Lud-wig dem XlV die Friedensbedingungen vorzuschreiben/ soließ er sich das Wort auffangen / daß er den Temple nachParis schicken wollte / dieselben dem Monarchen zu hin-terbringen / nebft der Drohung / ihm den Krieg anzukün-digen / wenn er sich denselben zu unterwerfen weigernwollte. Er mag nun wirklich durch das ernstliche Anhal-ten Wilhelms überwunden worden seyn/ oder nur die Ab-sicht gehabt haben / einen nahen Krieg wider Frankreichvorzugeben / damit er von seinem Parlemente Subsidienziehen könnte: so ist ihm eines so wenig als das andererühmlich. Er hatte eben die Auszahlung seines Jahr-geldes von Frankreich erhalten; er hatte Ludwig dein XlVneue Versicherungen von seiner Freundschaft geben lassen:und Temple / der nach Paris gesandt worden / war' derMann / der ihn mit dem Könige seinem Freunde widerseinen Willen zu brechen nöthigen konnte. Nachdem ersich aber die Nacht über darüber bedacht hatte / seßte eran die Stelle des Ritters Temple einen demüthigern undWilhelmen nicht so sehr ergebnen Herrn / welcher als einHofmann/ der seinen Herrn kannte/ das aufgetragene

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») L.ettr. ci'Lckr. I^emoirss cis

Im Jahre 1677.r emple.