Jahrhundert, XVIII. Capitel. 68z
schmeichelte, und sich auf die Verbindungen, in welchender Churfürst von Brandenburg mit ihm stunde, ver-ließ: so erweckte Wilhelm den Unwillen und dieEhrbe-gierde des Kaisers, verdiente die Hochachtung und Er-kenntlichkeit des Pabstes, erhitzte den Eifer des Churfür-sten , und vereinigte alle Reichsfürsten wieder unter sich.Jacob richtete Magazine auf, und häufete Truppen inseinem Reiche, um sein Volk dienstbar zu machen. SeinEidam nöthigte ihn, seinen Zweck zu entdecken, und folg-lich sich selbst zu rumsten, oder ruhig zu leiden, daß erdie Vorbereitungen zu seiner Absetzung mache. Er mach-te diese Zurustung des Königes von Engelland bey venStaaten verdächtig, und ließ sich die Gewalt geben, alleVorsicht und Verwahrungsmittel ihm entgegen zu setzenund Erläuterung von ihm zu verlangen. Dickweld wur-de aufs neue nach London geschickt, wo er bey der Par-they die Vorstellungen, die er auf seiner vorhergehendenReise ihnen beygebracht hatte, wieder in frisches Ange-denken brachte. Nachdem dieser geschickte Agent seinenBericht wegen der Blindheit Jacobs und wegen der Si-cherheit , worinnen Barillon, der französische Abgesandtein Engelland, seinen eigenen Hof erhielte, erstattet hatte,so glaubte der Statthalter gänzlich von der einen sowohlals andern Seite sicher und bedeckt zu seyn; und da ecsich von der Zeit von der beschwerlichen Geheimhaltungder Sache losgemacht, so achtete er alle Arten der Zu-rückhaltung nicht der Mühe werth zu seyn, wo sie auchnur ein wenig die Geschwindigkeit seiner Zubereitungenaufhalten konnten. Wollte man seinen Endzweck nicht er-kennen und an seinen Absichten zweifeln, so muste manentschlossen seyn, sie nicht wissen zu wollen.
Er tadelte öffentlich bey aller Gelegenheit seinenSchwaher wegen seines frommen Eifers in der Religion:er schlug ihm, ohne einige Achtung für ihn zu haben, dieBestallungsbriefe ab, die er für die Catholiken in denenglischen Regimentern im Dienste der Staaten verlang-te;