686 Staatsgeschichte von einem
war Jacob mit der Republik und mit Wilhelmen nochnicht weiter gekommen, als daß er sich beklagte, daß erihnen nichts schriebe, davon nicht eine Art von einem spiritusamiliari alsobald dem Grafen von Avaur Nachricht gebe /).Er begehrte von den Staaten und dem Prinzen, daß sieverschwiegener seyn und mehr an sich halten sollten, we-gen ihres gegenseitigen Verständnisses; er gab ihnenNachricht, daß Ludwig eine Allianz mit den Türken mach-te ; er ließ sie in seinem Herzen lesen, wie sehr er Lud-wigen abgeneigt sey, und was für eine unverständigeNeigung er gegen sie habe, als man eben in Holland dasgrausame Pasquill druckte, worinnen Burnet, als eineausgemachte Wahrheit, behauptet, daß Jacob wegenseiner Neigung zur katholischen Religion seiner Rechte andem englischen Thron verlustige worden, und denselbenWilhelmen und Marien, als den rechtmäßigen Besitzern,unrechtmäßiger Weise vorenthielte.
Der Graf von Avaux, welcher sahe, daß seine Pro-phezeiungen beständig durch den Ausgang gerechtfertigtund doch von seinem Hofe verachtet und verworfen wur-den , weissagte endlich noch zu guter Letze die nahe bevor-stehende Verleugnung des Kindes, welches Wilhelm undEngelland für den Prinz von Wallis erkannt hätten r).Der Admiral Herbert hatte diesen Rath ertheilt, undBurnet, welcher eben so viele Einbildung als Bosheitbesaß, machte sich anheischig, glaubwürdig zu machen,daß das Kind untergeschoben worden. Es erschien auchwirklich ein neues Pasquill des Doktors. Man kannvon dessen Gründlichkeit urtheilen, wenn man enveget,wie gründlich die Erzählung ist, die dieser hitzige Mannseiner Geschichte merkwürdiger Veränderungen einverlei-bet hat. Man könnte eine ungeheure Verleumdung nichtschlechter unterstützen, als er bey einer Begebenheit ge-than , welche die Unvorsichtigkeit Jacobs und der wun-
der-
H Brief von Citters, Abgesandten der Republik in Engel-
land , vvm rr May, 1688. ») Im Julius, l6ij8-