Jahrhundert, XIX. Capitel. 70 5
dürzn F). Die augfpurgische Ligue machte den Krieg un-vermeidlich, und derselbe wurde noch viel schwerer, wennher Kaiser mit dem Türken Friede machte. Die Pforteschlug Bedingungen vor, welche der kaiserliche Staats-rath, mit einiger Einschränkung, anzunehmen sich gelü-sten lassen könnte. Also wurde es unvermeidlich, denTürken Hoffnung und Muth zu machen, wenn man siedie glückliche Veränderung ihrer Sachen merken liesie, ineiner großen Diversion, daraus man sich gar leicht bey ih-nen ein Verdienst machen konnte.
Die französische Armee wurde also an den Rhein ge-schickt, und der Dauphin an ihrer Spitze 6). Das Ma-nifest, welches derselben vorangeschickt wurde, gab alsBewegungsgründe zur Kriegserklärung an, die Parthey,lichkeit des Kaisers und des Reichs in der cöllnischenWahl; die Anforderungen der Gemahlinn des königlichenBruders, und die augfpurgische Ligue, deren ^Weigerung,den Stillstand in einen beständigen Frieden zu verwan-deln, den vesten Entschluß zu einem Bruch bezeichnete.Die Unternehmungen dieser großen Armee und die Cor-respondenz des Kardinals von Fürstenberg unterwarfenFrankreich alle rheinischen Höfe. Die Pfalz, die Chur-fürstentümer Mainz, Trier und Cölln waren schon be-zwungen, ehe nur einmal die Ligue an ihre Vertheidigunggedacht hatte. Philipsburg war belagert und eingenom-men worden. Das teutsche Reich gab seine Kriegserklä-rung den 25 Hornung heraus, als bereits der Femd denganzen Winter in deßen Landen zugebracht hatte.
§. 4. Englische Begebenheiten. Flucht Jacobs.
Die Generalstaaten, welche voller Vertrauen auf ih-ren Statthalter waren, und wegen des teutschen Kriegesfür ihre Gränzen sich nichts befürchteten, schienen geneigt
zu
F) kicsnt. P. V. p. 144 et rzS. s) den Ls Sepr. 468L.Erster Theil. Py