Jahrhundert, XX. Capitel, -zi
-welcher die Republik und ihren König dem Sultan zins-bar machte.
Johann Sobiesky / ein polnischer Edelmann, warvon der Königinn, der Gemahlinn Casimirs , welche beyihm eben die Neigung, welche sie gegen Frankreich hat-te , fand, besonders hervorgezogen worden. Sie hatteihn zu den vordersten Würden des Reichs erhoben , undihm die Louise von Arquien / ein französisches Frauen-zimmer / welches sie sehr liebte, und welches sie , wie dieChronique Scandaleuse sagte, als ihre Tochter lieben soll-te , zur Gemahlinn gegeben. Als Michael seinen schimpf-lichen Traktat schloß, war Sobiesky an der Spitze derpolnischen Armee, und weigerte sich, die Bedingungen zuunterschreiben. Seine Verwegenheit, welche ihn zumUrheber des Untergangs seines Landes gemacht habenwürde, wenn sie übel ausgeschlagen wäre, verschaffte ihmeinen prächtigen Ruhm, als er die Türken in der Schlachtbey Chohim geschlagen hatte. Voll von Ruhm wegendieses Sieges, welcher die Schande der Unterhandlung,auf welche er folgte, auszulöschen schiene, kam er zu demWahltag, wo er sich verbindlich gemacht hatte, den Can-didaten, welchen Frankreich vorgeschlagen, zu unterstü-tzen, daß er Michaels Nachfolger würde, welcher so ebengestorben war ^). Aber da er die Stimmen in seineGewalt zu bekommen gewußt hatte, so jagte er beidenPartheyen eine Furcht ein, wegen der Ueberlegenheit,welche er einem oder dem andern Candidaten verschaffenkönnte, und durch dieses Mittel nöthigte er sie alle beidezusammen zu helfen, daß sie ihm vor ihrem Gegner denVorzug gaben §>).
Ludwig der XIV glaubte, er hätte auf dem polnischenThrone einen getreuen und beständigen Alliirten. Inder That schiene Sobiesky, in Absicht auf die ungarischenUnruhen, in seine Absichten einzuschlagen, und schiene
mit
3 m Jahre 1672. -) Im Jahre 167z.