Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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Gasparde antwortete heiter: „Der Schneider Gilbert,unser Glaubensgenosse, der eine zahlreiche Familie zuernähren hat, wäre wohl froh und hochgeehrt, wenn erdem Herrn Schadau sein bestes Zimmer abtreten dürfte.Und das hätte noch das Gute, daß der redliche, aberfurchtsame Christ unsren evangelischen Gottesdienst wiederzu besuchen wagte, von diesem tapfern Kriegsmanne be-gleitet. — Ich gehe gleich hinüber und will ihm denGlücksfall verkündigen." —Damit eilte die Schlanke weg.

So kurz ihre Erscheinung gewesen war, hatte ichdoch aufmerksam forschend in ihre Augen geschaut und ichgerieth in neues Staunen. Von einer unwiderstehlichenGewalt getrieben, mir ohne Aufschub dieses RäthselsLösung zu verschaffen, kämpfte ich nur mit Mühe eineFrage nieder, die gegen allen Anstand verstoßen hätte,da kam mir der Alte selbst zu Hilfe, indem er spöttischfragte: „Was findet Ihr Besonderes an dem Mädchen,daß Ihr es so starr betrachtet?"

„Etwas sehr Besonderes," erwiederte ich entschlossen,„die wunderbare Aehnlichkeit ihrer Augen mit denen desAdmirals."

Wie wenn er eine Schlange berührt hätte, fuhr derRath zurück und sagte gezwungen lächelnd: „Giebt es