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Herrn. Jetzt wurden wir, uns beiden nicht unwill-kommen, unterbrochen und zum Abendtische gerufen, womir die holdselige Gasparde den Platz an ihrer Seiteanwies. Als sie mir den vollen Becher reichte und ihreHand die meinige berührte, durchrieselte mich ein Schauer,daß in diesen jungen Adern das Blut meines Heldenrinne. Auch Gasparde fühlte, daß ich sie mit andernAugen betrachte als kurz vorher, sie sann und einSchatten der Befremdung glitt über ihre Stirne, dieaber schnell wieder hell wurde, als sie mir fröhlich er-zählte, wie hoch sich der Schneider Gilbert geehrt fühlemich zu beherbergen.
„Es ist wichtig," sagte sie scherzend, „daß Ihr einenchristlichen Schneider an der Hand habt, der Euch dieKleider streng nach hugenottischem Schnitte verfertigt.Wenn Euch Pathe Coligny, der jetzt beim König so hochin Gunsten steht, bei Hofe einführt und die reizendenFräulein der Königin Mutter Euch umschwärmen, dawäret Ihr verloren, wenn nicht Eure ernste Tracht siegebührend in Schranken hielte."
Während dieses heitern Gespräches vernahmen wirüber die Gasse, von Pausen unterbrochen, bald lang ge-zogene, bald heftig ausgestoßene Töne, die den verwehten
T. F. Meyer, Nevellcn. I. 4