Mutter, welche den Herzog von Anjou dem Könige aufunnatürliche Weise vorzieht, will nicht, daß dieser ihrenLiebling verdunkle, indem er sich im Feld auszeichnet,wonach mein Herr und König Verlangen trägt, undwas ich ihm als treuer Unterthan gönne und, so vielan mir liegt, verschaffen möchte.
Mein Plan ist folgender: Eine hugenottische Frei-schaar ist in diesen Tagen in Flandern eingefallen.Kann sie sich gegen Alba halten — und dies hängtzum großen Theil davon ab, daß Ihr gleichzeitig denspanischen Feldherrn von Holland her angreift — sowird dieser Erfolg den König bewegen, alle Hindernissezu überwinden und entschlossen vorwärts zu gehn. Ihrkennt den Zauber eines ersten Gelingens.
Ich war mit dem Schreiben zu Ende, als ein Dienererschien und dem Admiral etwas zuflüsterte. Ehe dieserZeit hatte, sich von seinem Sitze zu erheben, trat ein sehrjunger Mann von schlanker, kränklicher Gestalt heftig er-regt ins Gemach und eilte mit den Worten auf ihn zu:
„Guten Morgen, Väterchen! Was giebt es Neues?Ich verreite auf einige Tage nach Fontainebleau. HabtIhr Nachricht aus Flandern?" Jetzt wurde er meiner