Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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gewahr und auf mich hindeutend frug er herrisch: „Werist der da?" —

„Mein Schreiber, Sire, der sich gleich entfernenwird, wenn Eure Majestät es wünscht." —

„Weg mit ihm!" rief der junge König, „ich willnicht belauscht sein, wenn ich Staatsgeschäfte behandle!Vergeht Ihr, daß wir von Spähern umstellt sind? —Ihr seid zu arglos, lieber Admiral!"

Jetzt warf er sich in einen Lehnstuhl und starrte insLeere; dann, plötzlich aufspringend, klopfte er Colignyauf die Schulter und als hätte er mich, dessen Ent-fernung er eben gefordert, vergessen, brach er in dieWorte aus:

„Bei den Eingeweiden des Teufels! wir erklärenseiner katholischen Majestät nächstens den Krieg!" Nunaber schien er wieder in den früheren Gedankengangzurückzufallen, denn er flüsterte mit geängstigter Miene:„Neulich noch, erinnert Ihr Euch? als wir Beide inmeinem Kabinet Rath hielten, da raschelte es hinter derTapete. Ich zog den Degen, wißt Ihr? und durchstachsie zweimal, dreimal! Da hob sie sich, und tu er tratdarunter hervor? Mein lieber Bruder, der Herzog vonAnjou mit einem Katzenbuckel!" Hier machte der König