Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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eine nachahmende Gebende und brach in unheimlichesLachen aus. „Ich aber/' fuhr er fort, „maß ihn miteinem Blicke, den er nicht ertragen konnte und der ihnflugs aus der Thüre trieb."

Hier nahm das bleiche Antlitz einen Ausdruck sowilden Haffes an, daß ich es erschrocken anstarrte.

Coligny, für den ein solcher Auftritt Wohl nichtsUngewöhnliches hatte, dem aber die Gegenwart einesZeugen peinlich fein mochte, entfernte mich mit einemWinke.

„Ich sehe, Eure Arbeit ist vollendet," sagte er,„auf Wiedersehen morgen." —

Während ich meinen Heimweg einschlug, ergriff michein unendlicher Jammer. Dieser unklare Mensch alsowar es, von dem die Entscheidung der Dinge abhing.

-— Wo sollte bei so knabenhafter Unreife und flackern-der Leidenschaftlichkeit die Stetigkeit des Gedankens,die Festigkeit des Entschlusses herkommen? Konnte derAdmiral für ihn handeln? Aber wer bürgte dafür, daßnicht andere, feindliche Einflüsse sich in der nächstenStunde schon dieses verworrenen Gemüthes bemächtigten!Ich fühlte, daß nur dann Sicherheit war, wenn Colignyin seinem König eine selbstbewußte Stütze fand; besaß