Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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als billig ist! Heute morgen beim Ballspiel war unterden hugenottischen Hofleuten die Rede von einem Deut-schen, der bei dem Admiral Gunst gefunden hätte, undaus einigen Aeußerungen über die fragliche Persönlich-keit erkannte ich zweifellos meinen Freund Schadau.Es ist nur gut, daß Euch jenes Mal Blitz und Donnerin die drei Lilien zurückjagten, sonst wären wir unsfremd geblieben, denn Eure Landsleute im Louvre hättetIhr wohl schwerlich aus freien Stücken aufgesucht! Mitdem Hauptmann Pfyffer muß ich Euch gleich bekanntmachen!"

Dies verbat ich mir, da Pfyffer nicht nur als aus-gezeichneter Soldat, sondern auch als fanatischer Katholikberühmt war, willigte aber gern ein, mit Boccard dasInnere des Louvre zu besichtigen, da ich den viel ge-priesenen Bau bis jetzt nur von außen betrachtet hatte.

Wir schritten nebeneinander durch die Straßen unddas freundliche Geplauder des lebenslustigen Fryburgerswar mir willkommen, da es mich von meinen schwerenGedanken erlöste.

Bald betraten wir das französische Königsschloß, dasdamals zur Hälfte aus einem finstern mittelalterlichenKastell, zur andern Hälfte aus einem neuen prächtigen