Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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„Und wie steht es damit?" fuhr Boccard fort, „ichbin sicher, daß du ein methodischer Fechter bist, aberich fürchte, du bist langsam, langsam, zumal einem soraschen Teufel gegenüber,"

Boccards Gesicht nahm einen besorgten Ausdruck anund nachdem er nach ein paar Uebungsklingen gerufen— es befand sich zu ebener Erde neben meinem Gast-hause ein Fechtsaal — gab er mir eine derselben in dieHand und sagte: „Nun zeige deine Künste!" —

Nach einigen Gängen, die ich im gewohnten Tempodurchfocht, während Boccard mich vergeblich mit demRufe: Schneller, schneller! anfeuerte, warf erseineKlingeweg und stellte sich ans Fenster um eine Thräne vormir zu verbergen, die ich aber schon hervordringengesehn hatte.

Ich trat zu ihm und legte meine Hand auf seineSchulter.

„Boccard," sagte ich, „betrübe dich nicht. Alles istvorher bestimmt. Ist meine Todesstunde auf morgengestellt, so bedarf es nicht der Klinge des Grafen ummeinen Lebensfaden zu zerschneiden. Ist es nicht so, wirdmir seine gefährliche Waffe nichts anhaben können." —

„Mache mich nicht ungeduldig!" versetzte er, sich rasch

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