Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
JPEG-Download
 

127

die kein Dietrich öffnet, für Leute, sagte er mit einemboshaften Seitenblicke auf meine apostolische Armuth, dieSchätze sammeln, welche von Dieben gestohlen und vonMotten gefressen werden. Nun du begreifst, die Funken-garbe spielt ihre Rolle und wird als Straße des Höllen-fürsten durch den Schornstein viel betrachtet und reichlichbesprochen. So wuchs die Gährung. Die Leute aufklärenist von eitel bösen Folgen. Ich wählte den kürzeren Wegund ging hinüber, den General als Freund zu warnen.Kreuzsapperlot, an den Abend werd' ich mein Lebtagdenken. Meine Warnung beseitigte er mit einem Hohn-lächeln, dann faßte er mich am Rockknopfe und ein Dis-kurs bricht los, wie Sturm und Wirbelwind, sag' ichdir, Pfannenstiel. Mit abgerissenen Knöpfen und ge-rädert kam ich nach Hause. Mosler hat er mir vor-gesetzt, aber mit den größten Bosheiten vergällt. Natür-lich sprach er von seinem Testamente, denn das ist jetztsein Steckenpferd. „Ihr steht auch darin, Ehrwürden!"Ich erschrecke. „Nun, ich will Euch den Paragraphenweisen." Er öffnet das Convolut. „Leset." Ich lese,und was lese ich, Pfannenstiel?

.»Item, meinem schätzbaren Freunde, dem

Pfarrer Rosenstock, zwei hohle Hemdknöpfe von Messing