Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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den in der Hofburg das Spiel, Ihr seid ein berühmterund wellerfahrner Mann — wendet ein Hunderttheil-chen Eures Geistes daran, mich — was sage ich —uns glücklich zu machen, und wir werden es Euch zeit-lebens Dank wissen."

Der General ließ sich auf die leere Steinbanknieder und legte in tiefem Nachdenken die Hände aufdie Kniee, wie eine ägyptische Gottheit. So berührteer die beiden Pistolen in seinen Taschen; es blitztein seinen scharfen grauen Augen plötzlich auf und erbrach in ein unbändiges Gelächter aus, wie er seitDecennien nicht mehr gelacht hatte, in ein wahresSchulbubengelächter. Da er zugleich aufgesprungenwar, rasch dem Innern der Halbinsel sich zukehrend,wiederholte ein Echo diesen Ausbruch ausgelassenerLustigkeit in so geisterhafter und grotesker Weise, daßes war, als hielten sich alle Faune und Panisken derAu die Bäuchlein über einen tollen und gottvergessenenEinfall.

Der General beruhigte sich. Er schien seinen An-schlag und die Möglichkeit des Gelingens mit scharfemVerstände zu Prüfen. Das Wagniß gefiel ihm. „Zähleauf mich, mein Kind," sagte er väterlich.