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Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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teuer gedachte er nur im Vorbeigehen, aber so drastisch,daß Pfannenstiel in der Nähe des alten Landsknechtessich als einen herzhaften und verwegenen Mann fühlte,während Wertmüller in der naiven Bewunderung seinesZuhörers um einige Deeermien sich verjüngte und er-leichterte.

So achtete es Pfannenstiel nicht groß, als der Ge-neral in der Hitze des Gespräches ihm auf den Leibrückte, von den vier breiten flachen Knöpfen, die seinGewand zwischen den schmächtigen Schultern vorn zu-sammenhielten, den obersten abriß und denselben, nachdemer ihn einer kurzen Betrachtung unterworfen, in einendunkeln Zimmerwinkel warf, dann an einem der mitt-lern drehte, bis dieser nur noch an einem Faden hing.

Zwischen den Birnen und dem Käse aber ändertesich die Szene. Der General hatte gegen seine Gewohn-heit — er war längst ein mäßiger Mann geworden —einige Gläser feurigen Burgunders geleert und da er,wie man zu sagen Pflegt, einen grimmigen Wein trank,begann es ihn denn doch ein Bischen zu wurmen, daßdie schöne und tapfere Rahel ihr Herz an einen sanft-müthigen, unkriegerischen Menschen, noch dazu an einen„Fasten" verschenkt hatte, und sein Dämon nöthigte ihn,