Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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Türkin weglassend, die ja eine Ausgeburt seines erhitztenGehirns gewesen war. Er gestand ihr, ihn habe der Vor-wurf des Generals, ihm fehle das Männliche, verblüfftund beunruhigt, auch jetzt könne er noch nicht darüberhinwegkommen. Und er bat sie, ihm aufrichtig zu sagen,ob hier ein Mangel sei und wie dem abzuhelfen wäre.

Rahel betrachtete ihn ein Weilchen fast gerührt,dann brach sie in ein Helles Gelächter aus.

„Der Pathe trieb mit Euch sein Spiel," sagte sie,„aber daß er Euch das griechische Abenteuer widerrieth,war recht. Ihr wolltet aus Eurer eigenen Natur herausund er hat Euch heimgesptotet . . . Warum auch? WieIhr seid, und gerade wie Ihr seid, gefallt Ihr mir amBesten. Papa's ungeistliche Waidlust hat mir genug schwereStunden gemacht! Für mich lob' ich mir den Mann,der unsern Dorfleuten mit einem erbaulichen, durchsichtigenWandel vorleuchtet, unsern Zehntwein schluckweise trinkt,seine Frau lieb hat und zuweilen von einem bescheidenenund gelehrten Freunde besucht wird!... Diese Cavaliere!Ich habe übergenug von ihren Tafeldiskürsen, wenn sieden Vater mit Roß und Wagen überfallen! — Der Pathehat Euch gestern in so manches eingeweiht, hat er Euchnicht auch den Streich erzählt, den er mit achtzehn Jahren