Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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Dieser seufzte. Das Beispiellose seiner That standihm deutlich genug vor Augen.

„Man wird den Schuß in Zürich untersuchen," drohtejetzt der unbarmherzige Bauer, „die Synagoge," er wolltesagen Synode, „wird darüber sitzen. Es thut mir leidfür Euch, Herr Pfarrer; aber ich hoffe, sie fällt einenscharfen Spruch. Auch so wird uns der Spott nichterspart werden und das ist das Schlimmste, denn derSpott hat ein zähes Leben an unserm See. Wenn ichnur dran denke, wird es mir, beim Eid, schwarz vor denAugen. Das ganze rechte Ufer da drüben lacht unsaus. Keinen Schoppen können wir mehr trinken inMeilen oder Küßnach, ohne daß sie uns verhöhnen inallen Thonarten und Liederweisen. Der Schuß von My-thikon stirbt nicht am See, so wenig als in Altorf derTellenschuß. Er haftet und lebt bei Kind und Kindes-kind. Ich berufe mich auf Euch, Herr General," fuhrer fort, und die alten Augen leuchteten boshaft, „Ihrwißt, was das heißen will! Wie lange ist es her, daßIhr von Rapperswyl abzogt? Damals wurdet Ihr vonden Katholischen besungen, und, glaubt Jhr's? das lebtnoch. Ihr seid ein verrühmter, abfigürter Mann, aberwas hilft das? Erst vorgestern noch fuhr ein volles