224
glücklich zu machen, oder wenigstens zu erheitern, undgab ihm allerhand Räthsel auf. Meist aus der biblischenGeschichte, die dem Volke geläufig ist. „Kennst du,"fragte ich, „den Hergang der Befreiung des Apostelfürstenaus den Ketten?" und erhielt die Antwort, er habe den-selben abgebildet gesehen in der Apostelkirche von Tosana.„Gieb Acht, Hänschen!" fuhr ich fort. „Der Engelsprach zu Petrus: Zeuch deine Schuhe an und folge mir!Und sie gingen, ohne daß Petrus den Engel erkannthätte, durch die erste und andere Hut, durch das Thorund eine Gasse lang. Jetzt schied der Begleiter, undalsbald sprach Petrus: Nun weiß ich wahrhaftig, daßmich ein Engel geführt hat. Woher, Hänschen, kamihm dieses plötzliche Wissen, diese unumstößliche Ueber-zeugung? Das sage mir, wenn du es errathen kannst."Anselino sann eine Weile und schüttelte dann den eigen-sinnigen Krauskopf. „Gieb Acht, Hänschen," sagte ich,„ich löse die Frage. Daran erkannte Petrus den Engel,daß er für seinen Dienst kein Trinkgeld verlangte! Solchesist nicht irdisch. So handelt nur ein Himmlischer!"
Man soll mit dem Volke nicht scherzen. Hänschensuchte in dem Spaße, welcher mir aus dem Nichts zu-geflogen war, eine Absicht oder Anspielung.