276
Leubelfing schlug sich vor die Stirn, als klage er siean, ihn nicht besser berathen zu haben — „und ich ant-worte: „Majestät, das that mein Sohn, der August.Dieser spannt Tag und Nacht darauf, als Page inEuren Dienst zu treten." Trotz meines Rausches wußteich, daß der königliche Leibdienst von Götz Tücher ver-sehen wurde und der Bürgermeister Volkamer nebstdem Schoppen Beheim ihre Buben als Pagen empfoh-len hatten. Ich sagte es auch nur, um hinter meinenNachbarn, dem alten Tücher und dem Großmaul, demBeheim, nicht zurückzubleiben. Wer konnte denken, daßder König die ganze Nüremberger Waare in Bayernverbrauchen würde —"
„Aber, hätte der König mich mit meinem blauenAuge holen lassen?"
„Auch das war vorbedacht, August! Der ver-schmitzte Spitzbube, der Charnaco, lärmte im Vorzimmer.Schon dreimal hatte er sich melden lassen und warnicht mehr abzutreiben. Der König ließ ihn dann ein-treten und hudelte den Ambassadeur vor uns Patriziern,daß einem deutschen Mann das Herz im Leibe lachenmußte. Nichts von alledem hatte ich in der Geschwin-digkeit unerwogen gelassen —"