Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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Leubelfing antwortete erst schüchtern und befangen,dann aber mit jeder Silbe freudiger und entschlossener:„Solchergestalt, mein gnädiger Herr: Ich wünsche miralle Strahlen meines Lebens in ein Flammenbündelund in den Raum einer Stunde vereinigt, daß statteiner blöden Dämmerung ein kurzes, aber blendend HellesLicht von Glück entstünde, um dann zu löschen wie einzuckender Blitz." Sie hielt inne. Dem Könige schiendieser Styl und dieser „zuckende Blitz" nicht zu gefallen,obgleich es die Lieblingsmetapher des Jahrhunderts war.Er kräuselte spottend die feinen Lippen. Aber das nochungesprochene rügende Wort unterbrechend, leidenschaftlichhingerissen, rief der Page aus: „Ja, so möcht' ich!6ourts ot Konus!" Dann besann er sich Plötzlich undfügte demüthig bei: „Lieber Herr! Möglicherweise miß-versteh' ich den Spruch. Er ist vieldeutig, wie die meistenhier im Buche. Eines aber weiß ich und das ist dielautere Wahrheit: wenn dich, mein liebster Herr, dieKugel, welche dich heute streifte" — er verschluckte dasWort— „Oourts st Konus! hätte es geheißen, denn dubist ein Jüngling zugleich und ein Mann — und deinLeben ist ein gutes!"

Der König schloß die Augen und verfiel dann, tages-