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Aermste zehnmal im Abenddunkel oder in der Morgen-frühe, sein Roß zu satteln, bis an das Ende der Weltzu reiten, und zehnmal wurde er zurückgehalten durcheine unschuldige Liebkosung des Königs, der keine Ahnunghatte, daß ein Weib um ihn war. Leicht zu Muthewurde ihm nur im Pulverdampfe. Da blitzten seineAugen und fröhlich ritt er der tödtlichen Kugel entgegen,welche er herausforderte, seinen bangen Traum zu endi-gen. Und wann der König hernach in seiner Abend-stunde beim trauten Lichtschein seinen Pagen über einerDummheit oder Unwissenheit ertappte, beim Kopfe kriegteund ihm mit einem ehrlichen Gelächter durch das krauseHaar fuhr, sagte sich dieser in herzlicher Lust und Angsterbebend: „Es ist das letztem«!!"
So fristete er sich und genoß das höchste Leben mitder Hülfe des Todes.
Es war seltsam. Leubelfing fühlte es: auch derKönig lebte mit dem Tode auf einem vertrauten Fuße.Der Friedländer hatte den Angriff an sich gerissen undden Eroberer in die unerträgliche Lage eines Weichenden,beinahe Flüchtigen gebracht. So legte der christliche Heldsein Schicksal täglich, ja stündlich und fast herausforderndin die Hände seines Gottes. Den Brustharnisch, welchen