Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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gegeben habt, noch nothwendig sein sollte. Herr Schadauwird seinem harten Urtheile über den Mariendienst inZukunft nicht vergessen die Klausel anzuhängen: mitehrenvoller Ausnahme der lieben Frau von Eiusiedeln."

„Dazu bin ich gerne bereit," sagte ich auf den Tondes alten Herrn eingehend, freilich nicht ohne eine innereWallung gegen seinen Leichtsinn.

Da ergriff der gutmüthige Boccard meine Handund schüttelte sie treuherzig. Das Gespräch nahm eineandere Wendung und bald erhob sich der junge Fry-burger gute Nacht wünschend und sich beurlaubend, daer morgen in der ersten Frühe aufzubrechen gedenke.

Nun erst, da das erregte Hin- und Herreden einEnde genommen hatte, richtete ich meine Blicke aufmerk-samer auf das junge Mädchen, das unserm Gesprächstillschweigend mit großer Spannung gefolgt war, understaunte über ihre Unähnlichkeit mit ihrem Vater oderOheim. Der alte Rath hatte ein fein geschnittenes, fastfurchtsames Gesicht, welches kluge, dunste Augen baldwehmüthig, bald spöttisch, immer geistvoll beleuchteten;die junge Dame dagegen war blond und ihr unschuldiges,aber entschlossenes Antlitz beseelten wunderbar strahlendeblaue Augen.

C. F. Meyer, Novellen. I.

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