Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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zu hadern, so gern ich es gewollt hätte. Sein Aber-glaube war verwerflich, aber seine Freundestreue hattemir das Leben gerettet.

Ich nahm von ihm mit Herzlichkeit Abschied undeilte ihm voraus durch das Thor und quer durch dieStadt nach dem Hause des Admirals, der mich zu dieserStunde erwartete.

Hier brachte ich den Vormittag am Schreibtische zn,diesmal mit der Durchsicht von Rechnungen beauftragt,die sich auf die Ausrüstung der nach Flandern geworfenenhugenottischen Freischaar bezogen. Als der Admiral ineinem freien Augenblicke zu mir trat, wagte ich die Bitte,er möchte mich nach Flandern schicken um an dem Ein-falle theilzunehmen und ihm rasche und zuverlässigeNachricht von dem Verlaufe desselben zu senden.

„Nein, Schadau," antwortete er kopfschüttelnd, „ichdarf Euch nicht Gefahr laufen lassen, als Freibeuterbehandelt zu werden und am Galgen zu sterben. Etwasanderes ist es, wenn Ihr nach erklärten Feindseligkeitenan meiner Seite fallen solltet. Ich bin es Euerm Vaterschuldig, Euch keiner andern Gefahr auszusetzen, als einemehrlichen Soldatentode!" —-

Es mochte ungefähr Mittag sein, als sich das Vor-