Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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es aus Bequemlichkeit. Du bist zu träge geworden, deinbehagliches Nest zu verlassen selbst auf die Gefahr hin,daß der Sturm es morgen wegfegt. Das ist auch einStandpunkt und in deiner Weise hast du Recht." —

Jetzt verwandelte sich der spöttische Ausdruck aufseinem Gesichte in einen tief schmerzlichen, er umarmteChatillon, küßte ihn und schied eilig.

Der Rath, welcher seltsam bewegt war, wünschteallein zu sein.

„Verlaßt mich, Schadau!" sagte er, mir die Handdrückend, „und kommt heute Abend noch einmal vorSchlafengehen." —

Gasparde, die mich begleitete, ergriff unter der Thüreplötzlich das Reisepistol, das noch in meinem Gürtel stak.

„Laß das!" warnte ich. „Es ist scharf geladen."

„Nein," lachte sie, den Kopf zurückwerfend, „ich be-halte es als Unterpfand, daß du uns diesen Abendnicht versäumst!" und sie entfloh damit ins Haus