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Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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zum Mohren, hast du mir feierlich gelobt, dein längstgegebenes Versprechen zu lösen und unsern Landsmann,den Hauptmann Pfyffer, einmal zu begrüßen. Ich luddich dann in seinem Auftrage zu seinem Namensfestein das Louvre ein.

„Heute nun ist Bartholomäustag. Der Hauptmannhat zwar viele Namen, wohl acht bis zehn; da aberunter diesen allen der geschundene Barthel in seinenAugen der größte Heilige und Märtyrer ist, so feierter als guter Christ diesen Tag in besondrer Weise.Bliebest du weg, er legte dir's als hugenottischen Starr-sinn aus." —

Ich besann mich freilich, von Boccard häufig mitsolchen Einladungen bestürmt worden zu sein und ihnvon Woche zu Woche vertröstet zu haben. Daß ichihm auf heute zugesagt, war mir nicht erinnerlich, aberes konnte sein.

„Boccard," sagte ich, „heute ist mir's ungelegen.Entschuldige mich bei Pfyffer und laß mich zu Hause." —

Nun aber begann er auf die wunderlichste Weisein mich zu dringen, jetzt scherzend und kindischen Un-sinn vorbringend, jetzt flehentlich mich beschwörend. Zu-letzt fuhr er auf: