Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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Unterdessen war Boccard mit dem Schweizer nach-gedrungen. „Leute!" drohte er, „im Namen des Königsverbiete ich euch, diese Dame nur mit einem Finger zuberühren! Zurück, wem sein Leben lieb ist! Ich habeBefehl, sie ins Louvre zu bringen!" —

Er war neben mich getreten und ich hatte dieohnmächtige Gasparde in den Lehnstuhl des Rathsgelegt.

Da sprang aus dem Getümmel ein scheußlicherMensch mit blutigen Händen und blutbeflecktem Ge-sichte hervor, in dem ich den vervehmten Lignerolleserkannte.

„Lug und Trug!" schrie er, „das, Schweizer? —Verkappte Hugenotten sind's und von der schlimmstenSorte! Dieser hier — ich kenne dich Wohl, vierschrötigerHalunke — hat den frommen Grafen Guiche gemordetund jener war dabei. Schlagt todt! Es ist ein ver-dienstliches Werk diese schurkischen Ketzer zu vertilgen!Aber rührt mir das Mädel nicht an — die ist mein!" —

Und der Verwilderte warf sich wüthend auf mich.

„Bösewicht," rief Boccard, „dein Stündlein ist ge-kommen! Stoß zu, Schadau!" Rasch drängte er mitgeschickter Parade die ruchlose Klinge in die Höhe und