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Freigeiste eine Antwort geben zu müssen, nahm derCandidat den Pergamentband in die Hände, mit welchemWertmiiller während seiner Rede gestikulirt hatte. Eswar die aldinische Ausgabe der Odyssee. Pfannenstielbetrachtete andächtig das Titelblatt des seltenen Buches.Plötzlich snhr er zurück wie vor einer züngelnden Natter.Er hatte auf dem freien Raume links neben dem Wappendes venetianischen Buchhändlers etwas Verblichene, kühn-fließende Federzüge entdeckt, die folgende Zeilen bildeten:
Osorgius ckonatius ins surs possiästLoustut, R. 4. L?.. 12.
Er warf das Buch weg, als athme es einen Blut-geruch aus.
Damals moderte der fragwürdige Bündner schon feitDecennien in der Domkirche von Chur, während seinBild in zahmen und unpatriotischen Zeiten sich zu einemwiderwärtigen verzerrt hatte, so daß nur der Apostatund der Blutmensch übrig blieb. Pfannenstiel betrachteteihn einfach als ein Ungeheuer, an dessen Dagewesenseiner kaum glauben, das er sich nicht realisiren konnte.
Der General weidete sich an seinem Schrecken, dannsagte er leichthin: „Der liebe Mann, Euer gewesenerCollege, hat mich damit beschenkt, wie wir noch auf
T. z. M-ü-r. Novelle». I. 10