Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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eigenem Entschlüsse in die Welt zurückkehre. SchlauerFuchs, wie viele Unzen Goldes hat dich dieses Perga-ment gekostet?"

„Verhöhnst du mich?" heulte der Alte. „Wasanderes blieb mir übrig nach dem Tode meines Zwei-ten und Dritten? Für wen hätte ich gesammelt undgespeichert? für die Würmer? für dich? Willst dumich berauben? . . . Nein? So hilf mir, Gevatter"— der noch ungebannte Ezzelin hatte den dritten Kna-ben Vicedominis aus der Tanfe gehoben, denselben,der sich für ihn auf dem Schlachtfelde geopfert —„hilf mir den Mönch überwinden, daß er wieder welt-lich werde und ein Weib nehme, befiehl es ihm, duAllgewaltiger, gieb ihn mir statt des Sohnes, den dumir geschlachtet hast. halte mir den Daumen, wenn dumich liebst!"

„Das geht mich nichts an," erwiderte der Tyrannohne die geringste Erregung. „Das mache er mitsich selbst aus. „Freiwillig", sagt das Breve. Warumsollte er, wenn er ein guter Mönch ist, wie ich glaube,seinen Stand wechseln? Damit das Blut der Vice-domini nicht versiege? Ist das eine Lebensbedingungder Welt? Sind die Vicedomini eine Nothwendigkeit?"