Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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schwarz und sehr klug waren, gegen den Tyrannen,als flehe er um Verzeihung für diesen Argwohn.

„Wird er zur Besinnung zurückkehren?" fragteEzzelin.

„Ich glaube," antwortete der Jude. „Noch lebter und wird wieder erwachen, aber nicht für lange,fürchte ich. Diese Sonne sieht er nicht untergehen."

Der Tyrann ergriff den Augenblick, mit Astorrezu sprechen, der um den ohnmächtigen Vater beschäf-tigt war.

„Stehe mir Rede, Mönch!" sagte Ezzelin undwühlte — seine Lieblingsgeberde — mit den gespreiz-ten Fingern der Rechten in dem Gewelle seines Bar-tes. „Wie viel haben dich die drei Gelübde gekostet,die du Vor zehn und einigen Jahren, ich gebe dirdreißig" — der Mönch nickte — „beschworen hast?"

Astorre schlug die läutern Augen auf und erwiderteohne Bedenken: „Armuth und Gehorsam nichts. Ichhabe keinen Sinn für Besitz und gehorche leicht." Erhielt inne und erröthete.

Der Tyrann fand ein Wohlgefallen an dieser männ-lichen Keuschheit. „Hat dir Dieser hier deinen Standaufgenöthigt oder dich dazu beschwatzt?" lenkte er ab