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gehorsames Weib besitzen. Doch habe ich zwei Eigenschaf-ten, welche Ihr schonen müßt. Ich bin jähzornig, wennman mir Recht oder Ehre antastet, und darin peinlich,daß man mir nichts versprechen darf, ohne es zu hal-ten. Schon als Kind habe ich das schwer oder nichtgelitten. Ich bin von wenig Wünschen und verlangenichts über das Alltägliche hinaus; nur wo mir ein-mal etwas gezeigt und zugesagt wurde, da bedarf ichder Erfüllung, sonst verliere ich den Glauben undkränke mich schwerer als andere Frauen über das Un-recht. Doch wie darf ich so zu Euch reden, meinHerr und Gebieter, den ich kaum kenne? Laßt michverstummen. Lebet wohl, mein Gemahl, und gebetmir neun Tage, Euern Bruder zu betrauern." Jetztlöste sie langsam die Hand aus der seinigen und ver-schwand mit dem Tyrannen.
Inzwischen hatte die geistliche Schaar den Leichnamweggehoben, um ihn in der Hauskapelle aufzubahrenund einzusegnen.
Astorre stand allein in seinem verscherzten Mönchs-gewande, welches eine von Reue erfüllte Brust bedeckte.Ein Heer von Dienern, das den seltsamen Vorgangbelauscht und genügend begriffen hatte, näherte sich in