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Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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an den ghibellinischen Höfen Italiens keine eben sel-tene Erscheinung, ja sie wurden gesucht und den Ein-heimischen vorgezogen wegen ihrer Redlichkeit und ihresangeborenen Verständnisses für Ceremonien und Ge-bräuche.

Als Dante das Haupt wieder hob, gewahrte erden Elsässer und hörte sein Welsch, das Weich undHart beharrlich verwechselte, den Hof ergötzend, dasfeine Ohr des Dichters aber empfindlich beleidigend.Sein Blick verweilte dann mit sichtlichem Wohlgefallenauf den zwei Jünglingen, Ascanio und dem bepanzer-ten Krieger. Zuletzt ließ er ihn sinnend ruhen aufden beiden Frauen, der Herrin Diana, die sich be-lebt und deren marmorne Wange sich leicht geröthethatte, und auf Antiope, der Freundin Cangrandes,einem hübschen und natürlichen Wesen. Dann fuhrer fort.

Hinter der Stadtburg der Vicedomini dehnte sichvormals — jetzt da das erlauchte Geschlecht längsterloschen ist, hat sich jener Platz völlig verändert —ein geräumiger Bezirk bis an den Fuß der festen undbreiten Stadtmauer aus, so geräumig, daß er Weide-