Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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Plätze für Herden, Gehege für Hirfche und Rehe, mitFischen gefüllte Teiche, tiefe Waldschatten und sonnigeWeinlauben enthielt. An einem leuchtenden Morgen,sieben Tage nach der Todtenfeier, faß im schwarzenSchatten einer Ceder, den Rücken an den Stamm ge-lehnt und die Schnabel feiner Schuhe in das brennendeSonnenlicht streckend, der Mönch Astorre; denn diesenNamen behielt er unter den Paduanern, obwohl erweltlich geworden war, während seines kurzen Wandelsauf der Erde. Er saß oder lag einem Brunnen gegen-über, der aus dem Mund einer gleichgültigen Maskeeine kühle Muth sprudelte, unfern einer Steinbank,welcher er das weiche Polster des schwellenden Rasensvorgezogen hatte.

Während er sann oder träumte ich weiß nicht was,sprangen auf dem beinahe schon mittäglich übersonntenPlatze vor dem Palast zwei junge Leute von staubbe-deckten Gäulen, der eine gepanzert, der andere mitWahl gekleidet, obschon im Reisegewand. Ascanio undGermano, so hießen die Reiter, waren die Günstlingedes Vogtes und zugleich die Jugendgespielen des Mön-ches, mit welchen er brüderlich gelernt und sich ergötzthatte bis zu seinem fünfzehnten Jahre, dem Beginne