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mußten absitzen und die Pferde führen, fo dicht war dortdas Gedränge — hatte, meiner Treu, auf dem ver-witterten Kopfe des Brückenpfeilers ein Goldschmiedseinen Laden aufgethan, und ganz Padua kramte undfeilschte vor demselben. Warum auf der engen Brücke,Astorre, da wir so viele Plätze haben? Weil in Flo-renz die Schmuckläden auf der Arnobrücke stehen.Denn — bewundere die Logik der Mode! — wokauft man feinen Schmuck, als bei einem Florentiner,und wo legt ein Florentiner aus, wenn nicht auf einerBrücke? Er thut es einmal nicht anders. Sonst wäreseine Waare ein plumpes Zeug und er selbst kein echterFlorentiner. Doch dieser ist es, ich meine. Hat erdoch mit riesigen Buchstaben über seine Bude geschrie-ben: Niccold Lippo dei Lippi der Goldschmied,durch einen feilen und ungerechten Urtheils-spruch, wie sie am Arno gebräuchlich sind, ausder Heimath vertrieben. Auf, Astorre! gehen wirnach der Brücke!"
Dieser weigerte sich nicht, da er selbst das Bedürf-niß fühlen mochte, den Bann des Hausbezirkes zubrechen, welchen er, seit er seine Kutte niedergestreift,nicht mehr verlassen hatte.