Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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die noch voller Jubel waren, um sie scheu niederzu-schlagen. „Wunderst du dich?" sagte er dann.

„So wenig als über das Lodern einer Flamme,"versetzte Ascanio. „Aber da du kein blindes Element,sondern eine Vernunft und ein Wille bist, so tritt dieFlamme aus, sonst frißt sie dich und ganz Padua.Muß dir das Weltkind göttliches und menschliches Ge-setz predigen? Du bist vermählt! So redet dieserRing an deinem Finger. Wenn du, wie erst deinGelübde, jetzt dein Verlöbniß brichst, brichst du Sitte,Pflicht, Ehre und den Stadtfrieden. Wenn du dirden Pfeil des blinden Gottes nicht rasch und helden-müthig aus dem Herzen ziehst, ermordet er dich, An-tiope und noch ein paar Andere, wen es gerade treffenwird. Astorre! Astorre!"

Ascanios muthwillige Lippen erstaunten über.diegroßen und ernsten Worte, welche er in seinerHerzensangst ihnen zu reden gab. „Dein Name,Astorre," sagte er dann halb scherzend, „schmettertwie eine Tuba und ruft dich zum Kampfe gegen dichselbst!"

Astorre ermannte sich. „Man hat mir ein Phil-trum gegeben!" rief er aus. „Ich rase, ich bin ein