Mönche!" Der Germane kannte die Schwester feinesHauptmanns und hatte eine Art stiller Neigung zuihr, ihres hohen Wuchses und ihrer redlichen Augenhalber. Da er nun den Mönch, welchem er heuteMittag zur Seite geritten, Hand in Hand mit einemkleinen und zierlichen Weibe sah, das ihm, neben demgroßen Bilde Dianens, als eine Puppe erschien, wit-terte er Treubruch, schmiß erzürnt die lodernde Fackelauf den Steinboden, wo sie der eine der Sarazenenbehutsam aufhob, und eilte davon, Germano den Ver-rath des Mönches zu melden.
Ascanio, der den Deutschen errieth, bat Abu Mo-hammed, ihn zurückzurufen. Dieser aber weigerte sich.„Er würde nicht gehorchen," sagte er sanft, „und mirzwei oder drei meiner Leute niederhauen. Mit wel-chem andern Dienste, Herr, bin ich dir gefällig? Ver-hafte ich diese blühenden Jugenden?"
„Astorre, sie wollen uns trennen!" schrie Antiopeund suchte Schutz in den Armen des Mönches. Dieam Altare Frevelnde hatte mit einer schuldlosen Seeleauch die natürliche Beherztheit eingebüßt. Der Mönch,welchen seine Schuld vielmehr ermuthigte und begei-sterte, that einen Schritt gegen den Sarazenen und