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aber an deiner Stelle wäre mir schlimm zu Muthe!Schwer hast du dich an mir versündigt, doch ich willgut und milde sein. Heute Abend feierst du Hochzeitmit Masken nach den Gebräuchen. Ich werde dir er-scheinen. Komme reuig und demüthig und ziehe mirden Ring vom Finger!"
Antiope stieß einen Schrei der Angst aus undklammerte sich an ihren Gatten. Dann, in seinenArmen geborgen, redete sie stürmisch: „Ich soll micherniedrigen? Was befiehlst du, Astorre? Meine Ehreist deine Ehre! Ich bin nichts mehr als dein Eigen-thum, dein Herzklopfen, dein Athemzug und deineSeele. Wenn du willst und du gebietest, dann!"
Astorre sprach, sein Weib zärtlich beruhigend,gegen Diana: „Sie wird es thun. Möge dich ihreDemuth versöhnen! und die meinige! Sei mein Gastheute Nacht und bleibe meinem Hause günstig!" Erwendete sich zu Ezzelin, dankte ihm ehrerbietig für Ge-richt und Gnade, verneigte sich und entführte seinWeib. Auf der Schwelle aber wandte er sich nochfragend gegen Diana: „Und in welcher Tracht wirstdu bei uns erscheinen, daß wir dich kennen und dirEhre bezeigen?"