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Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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auch nicht mehr Hand in Hand. Die des Palastschü-lers war auf das Hifthorn geglitten, das der Bischofs-neffe mit aufmerksamen Blicken betrachtete. „Das hierkommt aus dem Gebirge," sagte er.

„So," machte der Behelmte. „Aus welchem Ge-birge?"

„Aus unserm, Landsmann. Ich kenne dich andeiner Sprache, wie du mich ebendaran erkannt habenwirst, da du mich, wofür ich dir danke, den Neckereiender Palastschule entzogest. Daß du es wissest, ich binGraciosus" — der kluge Mter hatte diesen seinenhübschen Namen den Spöttern am Reiterbilde weislichverschwiegen — „oder auf deutsch Gnadenreich, unddu bist Wulfrin, Sohn Wulfs, wenn dieses Hifthorndein Erbtheil ist, wie ich vermuthe."

Wulfrin runzelte die Stirn. Es mochte ihm nichtwillkommen sein, von der Heimath zu hören. Dannmusterte er Gnadenreich und fand einen anmuthendenwohlgebildeten Jüngling, eine Gott und Menschengefällige Erscheinung, nicht anders als der Namelautete. Er klopfte ihn auf die runde Schulter, derenSchmiegsamkeit zu dieser beschützenden Liebkosung ein-lud, und sagte: „Es macht warm." In der That