Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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strahlte nicht nur die römische Märzsonne, sie branntesogar.

„Ja, es macht warm," wiederholte er, hob denHelm und wischte mit der Hand einen Schweißtropfen.„Leeren wir einen Becher?" und ohne die Antwort zuerwarten, bog er nach wenigen Schritten in den offe-nen Hofraum eines klösterlichen Gebäudes und warfsich dort auf eine Steinbank, wo Graciosus in Züchtensich neben ihn setzte. „Ich darf mich nicht weiter ver-ziehen," sagte der Höfling, „als das Horn reicht, wannHerr Karl die Schule zusammenruft. Auch liebe ichdieses junge Geschöpf," scherzte er und zeigte auf einePalme, welche in geringer Entfernung auf dem Vor-sprunge eines Hügels, von leichten Windstößen bewegt,sich im blauen Himmel fächerte und etwa sechzehnJahresringe zählen mochte. „Hier heißt es aä xalmamuovollam und Pförtner Petrus schenkt einen herben.He, Petrus!" Dieser, ein Alter mit struppigem Bart,feurigen Augen und zwei riesigen Schlüsseln am Gurte,brachte Kanne und Becher.

„Palma novella ist auch ein Frauenname," bemerkteGraciosus und netzte den Mund.

„Mag sein," versetzte Wulfrin. „In Hispanien,